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Aufsaugende Inkontinenz-Hilfsmittel

Sogenannte Inkontinenzvorlagen, Einlagen, Windelhosen und Windeln werden in der Gruppe der aufsaugenden Inkontinenzhilfsmittel zusammengefasst. Ich erkläre Ihnen hier die Unterschiede.

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Aufsaugende Hilfsmittel – bekannt und bewährt

Lei­der ist die Inkon­ti­nenz in unse­rer Gesell­schaft immer noch ein gro­ßes Tabu, die Betrof­fe­nen zie­hen sich mehr und mehr aus dem all­täg­li­chen Leben zurück, aus Angst vor pein­li­chen Momen­ten. Vie­le Betrof­fe­ne scheu­en auch den Gang zum Arzt – aus Scham!
Dabei muss das nicht sein. Heut­zu­ta­ge gibt es vie­le Behand­lungs­mög­lich­kei­ten, die eine Inkon­ti­nenz sogar hei­len, zumin­dest aber mas­siv lin­dern können.

Inkon­ti­nenz­hilfs­mit­tel sind eben­falls ein Weg, um die Lebens­qua­li­tät erheb­lich zu ver­bes­sern und ohne Angst am gesell­schaft­li­chen Leben teil­zu­neh­men. Urlaubs­rei­sen, Sport oder ein lan­ger Abend mit Freun­den ist mit den pas­sen­den Inkon­ti­nenz­hilfs­mit­teln kein Pro­blem mehr. Ein­zig Schwim­men ist mit Hilfs­mit­teln wie Ein­la­gen oder Win­del­ho­sen nicht mög­lich, dafür gibt es aber spe­zi­el­le Inkon­ti­nenz­ba­de­ho­sen für Her­ren. Die­se spe­zi­el­len Bade­ho­sen hal­ten abge­gan­ge­nen Urin und sogar Stuhl sicher zurück, bis er auf der Toi­let­te ent­sorgt wer­den kann.

Fir­men wie Abe­na GmbH, AMD GmbH, Attends, Coldex, Indas, iD (Ontex), Lil­le, PAUL HARTMANN AG, Seni (TZMO), Sen­silind, Supri­ma und TENA bie­ten Inkon­ti­nenz­hilfs­mit­tel an, die nicht nur in spe­zi­el­len Sani­täts­häu­sern, son­dern auch in Dro­ge­rie­märk­ten wie Ross­mann oder Dm bezo­gen wer­den kön­nen. Hilfs­mit­tel wer­den außer­dem von den Kran­ken­kas­sen bezu­schusst. Man soll­te sich des­halb auf jeden Fall an sei­nen Arzt wen­den, um das für sich pas­sen­de Hilfs­mit­tel zu fin­den und die Zuzah­lung der Kran­ken­kas­se in Anspruch neh­men zu können.

Für Her­ren wer­den aktu­ell fünf ver­schie­de­ne Inkon­ti­nenz­hilfs­mit­tel ange­bo­ten. Wel­che Hilfs­mit­tel es gibt und für wel­che Zwe­cke sie geeig­net sind – hier eine kur­ze Übersicht.

Welche aufsaugenden Hilfsmittel gibt es?

1. Inkontinenzeinlagen

Inkon­ti­nenz­ein­la­gen eig­nen sich bei sehr leich­ter bis leich­ter Inkon­ti­nenz oder der soge­nann­ten “Tröp­fel-Inkon­ti­nenz”. Die­se Ein­la­gen wer­den mit einem star­ken Kle­be­strei­fen, der sich auf der Rück­sei­te der Ein­la­ge befin­det, in den eige­nen Slip geklebt und erin­nern stark an Damenbinden.

Die Inkon­ti­nenz­ein­la­gen – zum Bei­spiel von Tena Men – sind scha­len­för­mig geformt und pas­sen sich dadurch opti­mal an die männ­li­che Ana­to­mie an. Ein gro­ßer Vor­teil die­ser Inkon­ti­nenz­ein­la­gen ist, dass man sie jeder­zeit dis­kret wech­seln kann.

Sie sind leicht, sehr dünn, ver­fü­gen jedoch über eine sehr star­ke Saug­kraft. Die Flüs­sig­keit wird im inne­ren der Ein­la­gen ein­ge­schlos­sen, so blei­ben die Ein­la­gen auf der Ober­flä­che rela­tiv tro­cken und einer Geruchs­bil­dung wird vor­ge­beugt. Die Ein­la­gen sind ein­zeln ver­packt, so kön­nen sie dis­kret jeder­zeit mit­ge­nom­men wer­den und fin­den sogar in einer Jacken­ta­sche Platz.

2. Inkontinenzvorlagen

Inkon­ti­nenz­vor­la­gen sind grö­ßer, etwas dicker und auf­grund wei­te­rer Mate­ri­al­schich­ten um eini­ges saug­fä­hi­ger als Inkon­ti­nenz­ein­la­gen. Die Vor­la­gen sind für Män­ner mit stär­ke­rem Urin­ver­lust, also bei leich­ter bis mitt­le­rer Inkontinenz.

Die Inkon­ti­nenz­vor­la­gen – zum Bei­spiel der Fir­ma Abe­na – kön­nen in der Regel nicht ein­ge­klebt wer­den, son­dern müs­sen mit dem eige­nen Slip oder einer sepa­ra­ten Netz­ho­se fixiert wer­den. Auch die Inkon­ti­nenz­vor­la­gen sind vor­ge­formt und der männ­li­chen Ana­to­mie ange­passt. Vor­teil die­ser Inkon­ti­nenz­vor­la­gen ist der höhe­re Aus­lauf­schutz, womit ein höhe­rer Kom­fort und eine erhöh­te Sicher­heit gege­ben ist.

Auch die­se Vor­la­gen kön­nen leicht und dis­kret gewech­selt wer­den. Wie bei den Ein­la­gen wird die Flüs­sig­keit in den Kern der Vor­la­ge gezo­gen, die Ober­flä­che bleibt tro­cken und es ent­steht kein Geruch. Ein klei­ner Nach­teil ist die Grö­ße: man kann sie nicht so leicht in einer Jacken­ta­sche trans­por­tie­ren, wie die Ein­zel ver­pack­ten Inkontinenzeinlagen.

3. Inkontinenzschutzhosen

Wer unter mitt­le­rer bis schwe­rer Inkon­ti­nenz lei­det oder kei­ne Ein­la­gen benut­zen möch­te, soll­te auf Inkon­ti­nenz­schutz­ho­sen – auch Slips, Inkon­ti­nenz­slips, Pants, Win­del­ho­sen, Trai­ners, Inkon­ti­nenz­ho­sen, Sicher­heits­wä­sche oder “Pull on” genannt – zurückgreifen.

Gemeint sind Win­del­ho­sen, die vom Aus­se­hen und Schnitt wie ein nor­ma­ler Slip geschnit­ten sind, wie nor­ma­le Unter­wä­sche über­ge­zo­gen wer­den und unter der Klei­dung nicht auf­tra­gen. Der Vor­teil ist die hohe Saug­fä­hig­keit, die­se Inkon­ti­nenz­schutz­ho­sen kön­nen in der Regel eine kom­plet­te Bla­sen­fül­lung sicher aufnehmen.

Auch auf Rei­sen und im Urlaub ist die­ses Hilfs­mit­tel zu emp­feh­len, da es sehr viel Flüs­sig­keit auf­neh­men und auch stau­en kann, ohne aus­zu­lau­fen, Gerü­che zu ent­wi­ckeln oder ein unan­ge­nehm feuch­tes Gefühl auf der Haut zu hinterlassen.

Die­se Slips sind sehr sicher, punk­ten mit einem sehr ange­neh­men Tra­ge­ge­fühl und sind sehr dis­kret und lei­se zu tra­gen. Ein klei­ner Nach­teil besteht jedoch: die Ein­mal­slips sind nicht so unkom­pli­ziert zu wechseln.

4. Windeln

Win­del wer­den wie nor­ma­le Baby­win­deln mit Kle­be­strei­fen über der Hüf­te fixiert. Sie sind für die stärks­te Form der Inkon­ti­nenz gedacht und eig­nen sich gut zum Schutz in der Nacht. Die Inkon­ti­nen­zwin­del wird auch ver­stärkt in der Pfle­ge bei bett­lä­ge­ri­gen Pati­en­ten eingesetzt.

Sie sind ziem­lich dick, sehr saug­fä­hig und bie­tet beson­ders im Schlaf zuver­läs­si­gen Schutz bei unge­wollt abge­hen­den Urin und Stuhl. Ein Nach­teil die­ser Win­del­ho­sen ist, dass man moto­risch gut in der Lage sein muss sie selbst anzu­le­gen. Ein wei­te­rer Nach­teil ist, dass die­se Win­deln durch die Folie knis­tern und sich unter Klei­dung even­tu­ell abzeich­nen können.

5. Bettschutzeinlagen

Bett­schutz­ein­la­gen bestehen in der Regel aus Flüs­sig­keits undurch­läs­si­gem Mate­ri­al mit einer wei­chen Ober­schicht aus Vlies, Zell­stoff oder Mol­ton. Die Schutz­ein­la­gen wer­den wäh­rend der Nacht oder bei bett­lä­ge­ri­gen Per­so­nen auch wäh­rend des Tages auf das Bett­tuch gelegt, um Bett­wä­sche und Matrat­ze zu schüt­zen. Alter­na­tiv zu den Ein­mal­ein­la­gen gibt es noch wasch­ba­re Bettlaken.

Wie man sieht, gibt es eini­ge Mög­lich­kei­ten, trotz Inkon­ti­nenz ein nor­ma­les Leben wei­ter zu füh­ren. Betrof­fe­ne soll­ten sich auf kei­nen Fall scheu­en, ihren Arzt mit ihrem Pro­blem auf­zu­su­chen. Inkon­ti­nenz ist kein Pro­blem, mit dem man sich abfin­den muss. Hoff­nungs­lo­se Fäl­le sind sehr sel­ten und mit der rich­ti­gen Behand­lung und gege­be­nen­falls rich­ti­gen Hilfs­mit­teln ist fast immer eine Ver­bes­se­rung möglich.

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