Take a fresh look at your lifestyle.

Körperferne Inkontinenz-Hilfsmittel

0

Aufsaugene Inkontinenzprodukte als Sitz- & Bettschutz

Bei der Behand­lung von Harn­in­kon­ti­nenz kom­men ver­schie­de­ne Hilfs­mit­tel zum Ein­satz. Die Auf­ga­be die­ser Hilfs­mit­tel besteht nicht in der Bekämp­fung der Inkon­ti­nenz, viel­mehr sol­len sie dem Pati­en­ten das Leben im All­tag erleichtern.

Sie lei­ten den Urin ent­we­der ab (Uri­nal­kon­do­me) oder sau­gen ihn auf (Ein­la­gen, Vor­la­gen, Pants, Slips). Kör­per­fer­ne Inkon­ti­nenz-Hilfs­mit­tel kom­men eben­falls zum Einsatz.

Was sind körperferne Inkontinenz-Hilfsmittel?

Das ist eine Unter­grup­pe der auf­sau­gen­den Inkon­ti­nenz-Hilfs­mit­tel. Dazu zäh­len Bett­schutz­un­ter­la­gen, Matrat­zen­scho­ner und Sitz­un­ter­la­gen. Der Name kör­per­fern kommt daher, weil die­se Hilfs­mit­tel nicht direkt am Kör­per getra­gen wer­den. Sie funk­tio­nie­ren nach dem­sel­ben Prin­zip wie ande­re auf­sau­gen­de Inkon­ti­nenz-Hilfs­mit­tel auch.

Die mit der Haut in Kon­takt kom­men­de Innen­sei­te ist mit einem mehr­la­gi­gen wei­chen Vlies aus­ge­stat­tet. Unter einer Deck­schicht befin­det sich eine Lage Super­ab­sor­ber. Die­se Sub­stanz hält ein­drin­gen­den Urin fest und wan­delt die Flüs­sig­keit in Gel um, so dass das Was­ser gebun­den wird und die Haut tro­cken bleibt.

Die Außen­sei­te besteht aus einer was­ser­dich­ten Folie und wird mit Kle­be­strei­fen auf dem Bett­la­ken befes­tigt. Bett­schutz­un­ter­la­gen, Sitz­un­ter­la­gen und Matrat­zen­scho­ner wer­den als zusätz­li­cher Schutz ver­wen­det und kom­men häu­fig bei bett­lä­ge­ri­gen oder an den Roll­stuhl gebun­de­nen Pati­en­ten zum Ein­satz. Außer­dem kön­nen Bett­schutz­un­ter­la­gen und Matrat­zen­scho­ner auch kurz nach der Ent­bin­dung oder bei bett­näs­sen­den Kin­dern ein­ge­setzt werden.

Einweg oder Mehrweg?

Die Hilfs­mit­tel gibt es als Ein­weg- und als Mehr­weg­pro­duk­te. Ein­weg­pro­duk­te kön­nen Sie in Dro­ge­rie­märk­ten, Sani­täts­häu­sern und ein­schlä­gi­gen Online­shops kau­fen. Wie der Name es bereits sagt, sind sie zum ein­ma­li­gen Gebrauch bestimmt.

Die Unter­la­gen sind in ver­schie­de­nen Grö­ßen und For­men erhält­lich. Eine gän­gi­ge Grö­ße ist das For­mat 90 x 60 cm. Für die Ein­weg­un­ter­la­gen spricht, dass sie preis­güns­tig sind und sehr ein­fach ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Gegen sie spricht, dass sie nicht beson­ders saug­fä­hig sind.

Dadurch kommt es zum Rück­näs­sen. Außer­dem schwitzt die Haut auf die­sen Unter­la­gen stark, weil sie nur wenig luft­durch­läs­sig sind. Bei der län­ge­ren Ver­wen­dung von Ein­weg Bett­schutz­un­ter­la­gen, Matrat­zen­scho­ner und Sitz­un­ter­la­gen steigt das Risi­ko für Deku­bi­tus (Druck­ge­schwü­re). Für den kurz­zei­ti­gen oder gele­gent­li­chen Ein­satz sind sie dage­gen opti­mal geeignet.

Bettschutzunterlagen, Matratzenschoner oder Sitzunterlagen?

Mehr­weg Bett­schutz­un­ter­la­gen, Matrat­zen­scho­ner und Sitz­un­ter­la­gen sind wasch­bar. Sie bestehen aus Mikro­fa­sern. Um ihnen anti­bak­te­ri­el­le Eigen­schaf­ten zu ver­lei­hen, sind man­chen Pro­duk­ten Sil­ber­io­nen zuge­setzt. Teil­wei­se ent­hal­ten sie auch geruchs­ab­sor­bie­ren­de Stof­fe. Mehr­weg­pro­duk­te bestel­len Sie am bes­ten in ein­schlä­gi­gen Online­shops oder in einem Sani­täts­haus Ihrer Wahl.

Für Mehr­weg­un­ter­la­gen spricht, dass sie haut­freund­li­cher sind. Sie sind wei­cher und atmungs­ak­ti­ver als die Ein­weg­pro­duk­te. Ihre Absorp­ti­ons­fä­hig­keit ist weit­aus höher. Nach­tei­lig ist ihr höhe­rer Anschaf­fungs­preis. Sie benö­ti­gen zudem min­des­tens 2 Stück, damit Sie benut­ze Unter­la­gen in Ruhe wech­seln können.

Der Auf­wand ist höher, da Mehr­weg­un­ter­la­gen regel­mä­ßig, unter Umstän­den täg­lich, gewech­selt und danach gewa­schen und getrock­net wer­den müs­sen. Die Ver­wen­dung von Mehr­weg Bett­schutz­un­ter­la­gen, Sitz­un­ter­la­gen und Matrat­zen­scho­ner lohnt sich nur, wenn abzu­se­hen ist, dass der Pati­ent sie län­ge­re Zeit benö­ti­gen wird.

Achtung, Gefahr von Dekubitus!

Als Deku­bi­tus wer­den in der Medi­zin Druck­ge­schwü­re bezeich­net. Sie ent­ste­hen, wenn der Pati­ent län­ge­re Zeit unbe­weg­lich liegt oder sitzt und die Haut Druck aus­ge­setzt wird. Dadurch kann es zum Abster­ben von Gewe­be kommen.

Im Extrem­fall kön­nen sich offe­ne Geschwü­re bil­den. Begüns­tigt wird Deku­bi­tus durch Über­ge­wicht, Unter­ge­wicht (man­gel­haf­te Fett­pols­te­rung) und ein war­mes, feuch­tes Milieu, wie es bei Harn­in­kon­ti­nenz durch das stän­di­ge Tra­gen auf­sau­gen­der Inkon­ti­nenz-Hilfs­mit­tel geför­dert wird. Sie als pfle­gen­de Per­son kön­nen jedoch das Auf­tre­ten von Deku­bi­tus verhindern.

Zu den ein­fachs­ten Maß­nah­men gehört, die Posi­ti­on des Pati­en­ten immer wie­der zu ver­än­dern, damit er nicht stän­dig auf der­sel­ben Stel­le liegt oder sitzt. Wech­seln Sie die Unter­la­ge recht­zei­tig und war­ten nicht, bis sie voll­ge­saugt ist und es zum Rück­näs­sen kommt. Wenn Sie die Unter­la­ge auf­le­gen, ach­ten Sie dar­auf, dass sie kei­ne Fal­ten bildet.

Auch zwi­schen­durch müs­sen Sie immer wie­der nach­se­hen, ob sich kei­ne Fal­ten gebil­det haben. An Stel­le mit Fal­ten erhöht sich der Druck. Das begüns­tigt Dekubitus.
Wenn der Pati­ent auf einer spe­zi­el­len Deku­bi­tus­ma­trat­ze liegt, dür­fen Sie weder Bett­schutz­un­ter­la­gen noch Matrat­zen­scho­ner ver­wen­den, weil durch die­se Pro­duk­te die Schutz­ei­gen­schaf­ten der Spe­zi­al­ma­trat­ze unwirk­sam gemacht werden.

Bett­schutz­un­ter­la­gen, Matrat­zen­scho­ner und Sitz­un­ter­la­gen wer­den als kör­per­fer­ne Inkon­ti­nenz-Hilfs­mit­tel bezeich­net. Sie funk­tio­nie­ren nach dem­sel­ben Prin­zip wie Inkon­ti­nenz­vor­la­gen und ande­re auf­sau­gen­de Hilfs­mit­tel. Die Unter­la­gen sind als zusätz­li­cher Schutz gedacht. Wer­den sie über län­ge­re Zeit ein­ge­setzt, müs­sen Sie dar­auf ach­ten, dass sich kei­ne Druck­ge­schwü­re bilden.

Das könnte Sie auch interessieren
Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mit dem Absenden Ihres Kommentars erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.