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Enuresis: Einnässen bei Kindern & Jugendlichen

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Enure­sis ist die medi­zi­ni­sche Bezeich­nung für Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern. Kind­li­che Inkon­ti­nenz ist weit ver­brei­tet und zeigt sich häu­fig als kind­li­ches Bettnässen.

Wie verbreitet ist Enuresis – kindliche Inkontinenz?

Die Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern wird in 2 Grup­pen unterteilt:

  • Enure­sis diur­na – kind­li­che Inko anti­nenz bei Tag
  • Enure­sis noc­turna – kind­li­che Inkon­ti­nenz in der Nacht (kind­li­ches Bettnässen)

Kind­li­che Inkon­ti­nenz gehört zu den häu­figs­ten Stö­run­gen in der Alters­grup­pe bis 14 Jahre.

Beson­ders häu­fig kommt kind­li­ches Bett­näs­sen vor. Unge­fähr 25 Pro­zent aller Vier­jäh­ri­gen und immer­hin noch 10 Pro­zent der Sie­ben­jäh­ri­gen lei­den an Enure­sis noc­turna. Bei Jugend­li­chen sinkt der Anteil der Betrof­fe­nen auf 1 – 2 Prozent.

Kind­li­ches Bett­näs­sen betrifft Jun­gen dop­pelt so häu­fig wie Mädchen.
Enure­sis diur­na, Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern tags­über, kommt dage­gen wesent­lich sel­te­ner vor. Nur 2 – 3 Pro­zent der Sie­ben­jäh­ri­gen und weni­ger als 1 Pro­zent der Jugend­li­chen zei­gen Anzei­chen für kind­li­che Inkontinenz.

In abso­lu­ten Zah­len lei­den unge­fähr 800.000 an Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern. Übri­gens wird geschätzt, dass auch unge­fähr 1 Pro­zent der Erwach­se­nen an Enure­sis leiden.

Was sind die Ursachen für kindliches Bettnässen?

Sie soll­ten beach­ten, dass kind­li­ches Bett­näs­sen bis etwa zum 8. Lebens­jahr vor­kom­men kann, ohne dass es sich um ein gesund­heit­li­ches Pro­blem han­delt. Die Ursa­chen für die­se spon­tan auf­tre­ten­de Enure­sis sind:

  • erhöh­te see­li­sche Belastung
  • Kri­sen­si­tua­tio­nen
  • schwe­re Erkrankungen

Das bedeu­tet jedoch nicht, dass Sie Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern auf die leich­te Schul­ter neh­men sol­len. Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Jugend­li­chen kann vie­le Ursa­chen haben. Wenn kind­li­ches Bett­näs­sen über einen län­ge­ren Zeit­raum vor­kommt, soll­ten Sie mit ihrem Kind auf jeden Fall einen Uro­lo­gen auf­su­chen. Nicht immer hat kind­li­che Inkon­ti­nenz psy­chi­sche Ursachen.

Mit­un­ter lie­gen für die Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern auch orga­ni­sche Grün­de vor:

  • Fehl­bil­dung der Harnwegsorgane
  • ver­min­der­te Blasenkapazität
  • kind­li­cher Pro­sta­ta­krebs oder Blasenkrebs
  • Infek­tio­nen der Harn­we­ge oder der Nieren
  • unvoll­stän­di­ge Ent­lee­rung der Blase

Der Uro­lo­ge wird eine Rei­he von (schmerz­lo­sen) Unter­su­chun­gen wie Sono­gramm (Ultra­schall), Abtas­ten, eine bak­te­rio­lo­gi­sche Unter­su­chung des Urins und ande­re durch­füh­ren um Krank­hei­ten oder Fehl­ent­wick­lun­gen fest­zu­stel­len. Je nach dem Aus­gang der Unter­su­chun­gen wird der Fach­arzt mit Ihnen eine geeig­ne­te The­ra­pie festlegen.

Psychische Ursachen für kindliche Inkontinenz (Enuresis)

Psy­chi­sche Ursa­chen für Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern sind eben­falls sehr viel­fäl­tig. Eltern, deren Kin­der an Enure­sis noc­turna lei­den berich­ten zum Bei­spiel, dass ihre Kin­der sehr fest schla­fen und dass kind­li­ches Bett­näs­sen vor­kom­men wür­de, weil ihre Kin­der so tief schla­fen wür­den, dass sie den Reiz der vol­len Bla­se gar nicht wahr­neh­men würden.

Ähn­li­ches gilt auch für die Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern tags­über. Die­se kind­li­che Inkon­ti­nenz, Enure­sis diur­na, pas­siert bei­spiels­wei­se, wenn das Kind so sehr ins Spiel ver­tieft ist, dass es den Harn­drang gar nicht wahrnimmt.

Medi­zi­ner berich­ten auch, dass ADHS eine Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern aus­lö­sen kann, weil die Wei­ter­lei­tung von Rei­zen an das Gehirn gestört ist (auch von der Harn­bla­se). Eine ande­re mög­li­che Ursa­che für eine kind­li­che Inkon­ti­nenz kann eine noch nicht abge­schlos­se­ne Ent­wick­lung des Gehirns sein.

Inkontinenz bei Kindern und Teenagern – was können Sie tun?

Kind­li­ches Bett­näs­sen oder kind­li­che Inkon­ti­nenz am Tag soll­ten Sie ernst neh­men. Ihr Kind lei­det an einer Krank­heit, Enure­sis noc­turna oder Enure­sis diur­na. Kind­li­ches Bett­näs­sen ist kein bos­haf­tes Ver­hal­ten. Schimp­fen bringt daher nichts, im Gegen­teil, dadurch kann kind­li­ches Bett­näs­sen noch ver­stärkt wer­den, weil Sie psy­chi­schen Druck auf ihr Kind ausüben.

Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern soll­te immer in enger Zusam­men­ar­beit mit Ärz­ten und Psy­cho­lo­gen erfol­gen. Tritt die kind­li­che Inkon­ti­nenz am Tag auf (Enure­sis diur­na), emp­fiehlt es sich, die Leh­rer oder Kin­der­gar­ten­er­zie­her mit an Bord zu bringen.

Gegen kind­li­ches Bett­näs­sen (Enure­sis noc­turna) hat sich bei­spiels­wei­se bewährt, dem Kind kurz vor dem Ein­schla­fen nicht mehr so viel zu trin­ken zu geben. Bei klei­ne­ren Kin­dern hilft gegen kind­li­ches Bett­näs­sen auch ein Kalen­der, in dem Ihr Kind ein Stern­chen oder ein Blüm­chen malen oder ein­kle­ben darf, wenn das Bett tro­cken geblie­ben ist.

Schimpfen hilft nicht!

Bei Enure­sis diur­na hilft es, wenn das Kind ab und zu auf­ge­for­dert wird, die Toi­let­te auf­zu­su­chen. Sie soll­ten jedoch Ihrem Kind Inkon­ti­nenz­pants nur dann anzie­hen, wenn es gar nicht anders geht. Kind­li­che Inkon­ti­nenz führt oft zu Mob­bing. Gegen Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern hilft auch das rezept­pflich­ti­ge Medi­ka­ment Desmopressin.

Kind­li­che Inkon­ti­nenz (Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern) ver­min­dert das Selbst­wert­ge­fühl Ihres Kin­des. Schimp­fen oder gar Bloß­stel­len vor Freun­den oder Erwach­se­nen kann kind­li­ches Bett­näs­sen noch ver­stär­ken. Suchen Sie bei Inkon­ti­nenz bei Kin­dern und Teen­agern recht­zei­tig Hil­fe von Spezialisten.

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