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Langzeitfolgen durch aufsaugende Inkontinenzhilfsmittel

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Begleiterscheinungen von Harninkontinenz

Millionen von Männern in Deutschland leiden an einer Harn-Inkontinenz. Das ist entweder die Folge einer Operation wie Prostatektomie oder operative Behandlung von Krebs der Harnwege und Harnblase oder auch Alterserscheinungen.

In den meisten Fällen tragen die Betroffenen für lange Zeit, zumindest für Monate, manchmal sogar über Jahre, Vorlagen oder Inkontinenzpants, um ein einigermaßen normales Leben führen zu können.

Welche Probleme stellen sich ein?

Die oben genannten Hilfsmittel haben die Aufgabe, austretenden Urin aufzusaugen und zu binden. Nachdem die GKV vor einiger Zeit Druck auf die Hersteller ausgeübt hatten, erfüllen die meisten Produkte die Anforderungen der täglichen Praxis. Aufgrund ihres funktionsbedingten Aufbaus verursachen die Produkte jedoch bei längeren Tragen gesundheitliche Probleme.

Die Pants, Einlagen oder Vorlagen sind relativ dick. Je höher die Saugstärke ist, umso dicker müssen sie sein, um so viel Urin wie möglich sammeln zu können. Je dicker die Pants oder Vorlagen aber sind, umso schwerer hat es die Luft, an die Haut zu gelangen. Der aufgefangene Urin wird zwar zum größten Teil gebunden, aber nicht zu 100 Prozent. Ein geringer Anteil der Flüssigkeit wird immer entweichen.

Im engen Raum zwischen Inkontinenzpants und Haut bildet sich dadurch ein feuchtwarmes Mikroklima. Man muss kein Gesundheitsexperte sein, um zu wissen, dass derartige Konditionen das Wachstum von Bakterien und Pilzen, insbesondere Hautpilze, begünstigen. Je länger die Umstände dauern, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.

Wie äußert sich so eine Hautpilz- Infektion?

Am häufigsten zeigt sich eine Infektion durch Brennen beim Wasserlassen aber auch einen zeitweise unerträglichen Juckreiz an der Eichel. Anstatt eines zarten Rosa zeigt sich auf der Eichel oft ein grauer Belag, der wie ein feiner Film auf der Haut liegt. Mitunter können sich auch feine Bläschen bilden. Ausfluss zeigt sich dagegen in der Regel nicht.

Sie sollten diesen Symptomen Beachtung schenken, da eine bakterielle Infektion oder eine Pilzerkrankung alles andere als harmlos ist. Sie kann sich ausbreiten und andere Teile des Körpers wie die Harnröhre oder die Harnblase befallen.

Beim ungeschützten Sex mit der Partnerin (eigentlich der Normalzustand) kann die Infektion auf sie übertragen werden. Bei Frauen sind solche Infektionen noch gefährlicher als bei Männern, da sie aufgrund ihrer biologischen Besonderheiten sowieso empfindlicher als Männer sind. Erschwerend kommt dazu, dass sich bei Frauen oft keine oder nur sehr schwach ausgeprägte Symptome zeigen.

Was sollten Sie tun?

Es wäre ein großer Fehler, das Jucken und Brennen zu ignorieren, in der Hoffnung, dass es von selbst wieder vorbeigeht. Das wird nicht geschehen, im Gegenteil, die Beschwerden werden sich verstärken. Ebenso verkehrt wäre es, wenn Sie aus falscher Scham versuchen würden, sich selbst zu kurieren, entweder mit frei verkäuflichen Medikamenten, Hausmitteln oder gar illegal im Internet bestellten Präparaten.

Der einzig richtige Weg besteht darin, den Arzt aufzusuchen. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt an einen Facharzt überweisen, entweder an einen Urologen oder an einen Hautarzt. Der wird Sie gründlich untersuchen und feststellen, um welche Art von Erkrankung es sich handelt.

Nur dann können die Erreger mit der geeigneten Therapie und den richtigen Medikamenten bekämpft werden. Eventuell könnte es notwendig werden, Ihre Partnerin ebenfalls in die Behandlung einzubeziehen.

Was können Sie tun?

Es ist besser, eine Infektion zu verhindern als Sie zu bekämpfen!

Am besten geht das, wenn Sie auf gute Intimhygiene achten. Waschen Sie Ihren Penis und die Schamgegend mehrmals am Tag (immer wenn Sie die Vorlage wechseln) mit lauwarmen Wasser. Rollen Sie die Vorhaut zurück, so lange bis die Kranzfurche frei liegt. Darin sammelt sich gern eine weiße Substanz, das Smegma.

Es stellt einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze dar und riecht unangenehm. Zum Waschen können Sie eine hautfreundliche, desinfizierende Waschlotion benutzen, die es in jeder Drogerie zu kaufen gibt. Spülen Sie das Mittel nach der Anwendung wieder sorgfältig ab.

Lassen Sie so oft wie möglich (und wie mit Ihrer Inkontinenz vereinbar) frische Luft an Ihr bestes Stück. Benutzen Sie keinesfalls irgendwelche Salben oder Cremes, die Ihnen der Arzt nicht verordnet hat. Die können die Haut reizen oder Allergien verursachen und die Sache noch schlimmer machen. Bei der Bekämpfung der Infektion müssen Sie Geduld zeigen, Erfolge stellen sich nicht über Nacht ein.

Sollten Sie an einer Vorhautverengung (Phimose) leiden, sollten Sie aus über eine Vorhaut Beschneidung aus medizinischen Gründen nachdenken.

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