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Vorhaut- Beschneidung aus medizinischen Gründen

Eine Harninkontinenz zieht eine Vielzahl von persönlichen und medizinischen Begleiterscheinungen mit sich. Als sei das Leiden nicht schon schlimm genug, macht bei vielen Männern eine Vorhautverengung (Phimose) große hygienische Probleme. Erfahren Sie hier, was eine Phimose ist, welche Auswirkungen sie hat und was Betroffene dagegen tun können.

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Vorhautverengung – Ein Problem bei Inkontinenz

Es gibt zwar keine genauen Zahlen, aber ein hoher Anteil unbeschnittener Männer ist von einer Vorhautverengung betroffen. Ärzte sprechen von einer Phimose.

Wenngleich eine Phimose des Typ 1 ein Leben lang keine Probleme bereitet, wird sie bei dem dauerfeuchtem Klima in Pants, Einlagen oder Vorlagen zu einem Problem. Es kommt zu einer schnellen Bildung von Smegma und Entzündungen.

Je nach Schweregrad rät der Arzt oftmals zu einer operativen Entfernung der Vorhaut. Der Fachausdruck für die Penis- Beschneidung heißt Zirkumzision. In den meisten Fällen erfolgt die Beschneidung aus religiösen Gründen im Kindes- oder Jugendalter.

Aus medizinischen Gründen werden Phimosen ebenfalls im Kindesalter operiert. Es kann sich jedoch auch im höheren Lebensalter eine Vorhautverengung bilden, die zu Problemen führen kann.

Was ist eine Beschneidung der Vorhaut?

Mit einer Beschneidung ist die vollständige oder teilweise Entfernung der Penisvorhaut (lat. Praeputium oder Preputium) gemeint. Das ist die Haut, die normalerweise die Eichel des Penis bedeckt und zurückgerollt werden kann.

Bei der Beschneidung wird zumeist auch das Vorhautbändchen (lat. Frenulum), eine Hautbrücke, die sich an der Unterseite des Penis befindet und in etwa von der Öffnung der Harnröhre bis zur Haut des Penisschafts gespannt ist, entweder durchtrennt oder komplett entfernt. Würde das nicht geschehen, würde die Eichel bei einer Erektion hinuntergezogen werden. Der Penis würde sich krümmen und es käme zu starken Schmerzen bei jeder Erektion.

Beschneidung aus medizinischen Gründen

Eine Zirkumzision kann sinnvoll sein, wenn es zu chronischen oder häufig wiederkehrenden Infektionen mit Hautpilzen oder Flechten kommt (Langzeitfolgen).

Solche Erkrankungen treten häufig als Begleiterscheinungen von länger anhaltender Harninkontinenz auf. Im feuchtwarmen Mikroklima zwischen der Vorlage oder den Inkontinenzpants herrschen ideale Voraussetzungen für das explosionsartige Wachstum von Keimen. In Labortests wurden zum Beispiel Staphylokokken, Escherichia Coli oder Hefepilze auf der Schleimhaut der Eichel nachgewiesen.

Das Auftreten der Krankheitskeime wird noch verstärkt, wenn der Betroffene aus den verschiedensten Gründen nicht mehr in der Lage ist, eine gute Intimhygiene einzuhalten. In dem engen Raum zwischen Vorhaut und Eichel bildet sich im Laufe der Zeit ein weißlicher Rückstand, der Smegma genannt wird und der aus Hautschuppen, Talg und Stoffwechselprodukten von Bakterien besteht.

Smegma riecht sehr unangenehm und ist ein Anzeichen für mangelnde Intimhygiene. Es begünstigt nicht nur Entzündungen, sondern sogar die Entstehung von Karzinomen am Penis.

Durch die Beschneidung wird die Eichel „trockengelegt“ und den Keimen werden die idealen Wachstumsbedingungen entzogen. Die oben beschriebenen Krankheitserreger wurden auf den Eicheln von beschnittenen Penissen in deutlich weniger Fällen gefunden. Auch die Intimhygiene ist bei einem beschnittenen Penis wesentlich leichter.

Am wirksamsten bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten der Eichel hat sich eine Kombination aus Beschneidung und klassischer Behandlung mit antibakteriellen Salben und Fungiziden gezeigt.

Wie wird eine Vorhaut- Beschneidung durchgeführt?

Die folgenden Informationen beziehen sich auf eine Beschneidung bei erwachsenen Männern, nicht bei Jungen oder Säuglingen: Die Zirkumzision wird als ambulanter Eingriff durchgeführt. Ein stationärer Aufenthalt ist nicht erforderlich.

In der Regel erfolgt eine örtliche Betäubung, manchmal aber auch eine Vollnarkose. Der Eingriff wird meist von Urologen, aber auch von Chirurgen durchgeführt. Viele Urologen bieten ihn in ihrer Praxis an. Welche Technik und welche Art von Beschneidung, ob vollständige oder nur teilweise Beschneidung, wird der Arzt vorher mit dem Patienten besprechen.

Grundsätzlich kann eine Beschneidung in jedem Alter erfolgen, sofern nicht bestimmte gesundheitliche Probleme (beispielsweise Blutungsneigung) allgemein gegen eine Operation sprechen. Bei der Operation treten nur selten Komplikationen auf.

Eine Nachsorge ist nicht erforderlich, da sich die Fäden von selbst auflösen. Bereits am 2. Tag nach der OP kann man schon wieder duschen, nach 5 Tagen baden und nach 2 – 3 Wochen wieder Sex haben.

Zusammenfassung

Viele Männer, die an Harninkontinenz leiden, haben zusätzlich zu diesem Leiden noch mit bakteriellen oder Pilzinfektionen am Penis, besonders an der Vorhaut, zu kämpfen.

Durch eine Beschneidung können sich die Beschwerden bessern oder sogar ganz verschwinden. Auch die Intimhygiene wird erleichtert.

Wenn Sie unter einer Verengung der Penisvorhaut leiden, überwinden Sie Ihre Scham und sprechen das Problem mit der Phimose bei Ihrem Hausarzt oder Urologen an. Ihnen kann sehr wirkungsvoll geholfen werden.

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