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Ursachen & Risikofaktoren für Harninkontinenz

Blaseninkontinenz ist ein Anzeichen für eine körperliche oder physische Krankheite. Was der Grund einer Inkontinenz bei Männern sein kann und was man(n) dagegen tun kann, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

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Das Unver­mö­gen den eige­nen Harn­drang zu kon­trol­lie­ren, bezeich­net man als Harn­in­kon­ti­nenz. Unge­fähr 10 Pro­zent aller Män­ner lei­den dar­un­ter. Für die Betrof­fe­nen ist der Lei­dens­druck sehr groß, da den meis­ten Män­nern dies pein­lich ist.

Auch wenn Ärz­te und Betrof­fe­ne immer von Harn­in­kon­ti­nenz als Krank­heit spre­chen, ist das genau genom­men nicht rich­tig. Harn­in­kon­ti­nenz ist ein Sym­ptom, das auf eine ande­re phy­si­sche oder psy­chi­sche Krank­heit hinweist.

Die Ursachen von Harninkontinenz bei Männern

Harn­in­kon­ti­nenz kann eine Viel­zahl von Grün­den haben. Die häu­figs­te Ursa­che bei Män­nern ist eine ver­grö­ßer­te Pro­sta­ta. Dadurch wird die Harn­röh­re ver­engt, was zu einer Stö­rung des Harn­flus­ses führt. Betrof­fe­ne Män­ner haben Pro­ble­me beim Was­ser­las­sen. Es bleibt immer ein wenig Restu­rin in der Bla­se. Die­se füllt sich dann wie­der und übt Druck auf die Pro­sta­ta aus. Wird die­ser zu groß, geht unwill­kür­lich tröpf­chen­wei­se Urin an. Dies kann der Mann nicht kontrollieren.

Eine ande­rer Grund für unwill­kür­li­chen Harn­ab­gang liegt in einem schlaf­fen Becken­bo­den. Die­se Ursa­che ist bei Frau­en sehr häu­fig, kommt aber bei Män­nern eher sel­ten vor.
Eine häu­fi­ge Ursa­che ist eine Über­ak­ti­vi­tät des Detru­sor­mus­kels, der für die Ent­lee­rung der Bla­se zustän­dig ist. Zwar geht dabei kein Urin unwill­kür­lich ab, aber der Mann hat stän­dig das Gefühl auf die Toi­let­te zu müssen.
Eine wei­te­re Ursa­che kann auch eine Ent­zün­dung der Harn­we­ge sein.

Risikofaktoren für Harninkontinenz

Der wich­tigs­te Risi­ko­fak­tor ist das Alter. Mit zuneh­men­dem Altem ist die Wahr­schein­lich­keit, dass es zu einer (gut­ar­ti­gen oder bös­ar­ti­gen) Ver­grö­ße­rung der Pro­sta­ta kommt, größer.
Ein wei­te­rer Risi­ko­fak­tor ist der per­sön­li­che Lebens­stil. Durch star­kes Über­ge­wicht drü­cken die Orga­ne auf den Becken­bo­den, was zu Harn­in­kon­ti­nenz füh­ren kann. Unge­sun­de Nah­rung führt häu­fig zu Ver­stop­fun­gen. Durch das Pres­sen beim Stuhl­gang erhöht sich der Druck im Bauchraum.

Wenn Sie von Inkon­ti­nenz betrof­fen sind, ist ein gesun­der Lebens­still beson­ders wichtig.

Schäd­lich ist auch zu wenig zu trin­ken. Vie­le ver­schie­ben die Toi­let­ten­gän­ge oder gehen zur Sicher­heit zu oft. Wenn die Bla­se nicht regel­mä­ßig gefüllt und wie­der geleert wird, ver­lernt sie die Fähig­keit, sich voll­stän­dig zu füllen.

Vie­le Men­schen haben den Ein­fluss auf die Psy­che auf den Harn­drang schon erlebt. Stän­di­ger Stress und Über­be­las­tung kann zu Pro­ble­men beim Was­ser­las­sen führen.
Nicht zu ver­nach­läs­si­gen sind auch die gene­ti­sche Dis­po­si­ti­on und das Geschlecht. Vor allem die Belas­tungs­in­kon­ti­nenz trifft Frau­en wesent­lich häu­fi­ger als Männer.

Woran merkt der Mann, dass er inkontinent ist?

Der augen­schein­lichs­te Grund ist, wenn der Mann Urin ver­liert, ohne dass er etwas davon merkt. Dies kann ohne irgend­ei­ne Ursa­che gesche­hen. Man­che Män­ner ver­lie­ren Urin beim Hus­ten, Lachen oder nach einer kör­per­lich anstren­gen­den Tätig­keit. Damit das nicht auf­fällt, benut­zen vie­le zwei Unter­ho­sen oder benut­zen Papier­ta­schen­tü­cher, die den Urin auf­sau­gen sollen.

Ein wei­te­res Kenn­zei­chen ist ein plötz­li­cher Harn­drang. Die­ser tritt sehr häu­fig auf und erschwert ein nor­ma­les gesell­schaft­li­ches Leben. Dies führt dazu, dass der Betrof­fe­ne mehr­mals in der Nacht auf­grund von Harn­drang auf­ste­hen muss. Manch­mal schafft er es nicht mehr auf die Toi­let­te und ver­liert auf den Weg dort­hin Urin.
Wer beim Was­ser­las­sen stark pres­sen muss, lei­det unter einer ver­grö­ßer­ten Pro­sta­ta. Dies führt auf­grund der oben genann­ten Grün­de auch zu unge­woll­ten Harnverlust.

Ein klärendes Gespräch mit dem Arzt hilft

Vie­le Betrof­fe­ne lei­den jah­re­lang unter Harn­in­kon­ti­nenz, ohne dass sie einen Arzt auf­su­chen. Die Scheu vor dem Arzt ist unbe­grün­det. Sei­ne Auf­ga­be ist es, die­ses Krank­heits­bild zu behan­deln. Für Män­nern ist neben dem Haus­arzt der Uro­lo­ge ein guter Ansprech­part­ner. Die­ser klärt zunächst die Ursa­chen ab. Man­che For­men las­sen sich gut mit Medi­ka­men­ten behan­deln. Manch­mal ist eine Ope­ra­ti­on notwendig.

Nicht in allen Fäl­len ist eine voll­stän­di­ge Hei­lung mög­lich. Hil­fe fin­det der Mann auch bei Selbst­hil­fe­grup­pen. Die­se gibt es in jeder grö­ße­ren Ort­schaft. Soll­te kei­ne in unmit­tel­ba­rer Nähe sein, hilft auch das Inter­net wei­ter. Dort gibt es eini­ge Foren, bei denen sich Betrof­fe­ne Rat und Hil­fe holen können.

Fazit

Eine Harn­in­kon­ti­nenz braucht nie­man­den pein­lich zu sein. Bei Män­nern im fort­ge­schrit­te­nen Lebens­al­ter tritt sie sogar sehr häu­fig auf. Der Arzt kennt unter­schied­li­che Metho­den, die zu einer deut­li­chen Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät führen.

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